Instrumente

Keller Teleskop

Keller Teleskop

Am 21. Mai 2004 durfte die Sternwarte ihr neuestes und bestes Fernrohr einweihen: das Keller-Teleskop, ein professionelles Instrument.

Es handelt sich um ein Teleskop vom Typ Cassegrain, ausgerüstet mit einem Spiegel von 50cm Durchmesser für eine Brennweite von 5000mm. Die Nachführung erfolgt über eine deutsche Montierung, die ausschliesslich computergesteurt ist. Das Fernrohr liefert atemberaubende Bilder von entfernten Objekten des Nachthimmels, bei idealen Bedingungen von Auge bis zur Magnitude 11, mit der CCD-Kamera, die den Sekundärspiegel ersetzt, bis zu Magnitude 22.

Teleskop C14

Celestron C14

Die Sternwarte Ependes ist mit einem modernen Instrument ausgerüstet: ein Celestron 14. Es handelt sich dabei um ein Spiegelteleskop, des Typs Schmidt-Cassegrain. Der Sekundärspiegel befindet sich parallel zum Hauptspiegel und ist hyperbolisch und konvex geschliffen. Der Strahlengang führt durch ein Loch im Hauptspiegel auf die Rückseite des Rohres. Das Bild kann dort mit einem Okular betrachtet werden. Dieses Fernrohr mit einem Öffnungsdurchmesser von 400 mm erlaubt etwa 1800 mal mehr Licht einzufangen als mit blossem Auge. Der Pupillendurchmesser eines Menschen beträgt durchschnittlich nur 5 mm.

Um die Stabilität zu erhöhen, entschlossen wir uns eine sogenannte deutsche Montierung fertigen zu lassen, welche das Gewicht von 24 kg des Fernrohres leicht zu tragen vermag und eine exakte Nachführung zulässt. Die Nachführung gleicht automatisch die Erdrotation aus und ein Objekt bleibt stabil im Blickfeld. Der angeschlossene Nachführungscomputer NGC-Max ist auf die Positionen von tausenden von Objekten programmiert. Diese können angezeigt werden, was ein Einstellen bedeutend erleichtern kann.

Fernrohr Reinfelder & Hertel

Reinfelder-Hertel

Die Erfindung im Jahre 1608 und die Weiterentwicklung des Linsenfernrohres, ebnete den Weg für die revolutionären Entwicklungen de XVll. und XVlll. Jahrhunderts. Dieser Typ Fernrohr wird Refraktor genannt, da durch Brechung von Lichtstrahlen in der Brennebene ein auf den Kopf gestelltes Abbild erzeugt wird. Dieses wird mittels eines Okulars vergrössert und betrachtet. Als Erbe von Herrn Robert A. Naef, bestaunen Sie das wunderbare Linsenfernrohr vom Typ Reinfelder & Hertel. Es ist ein Refraktor mit einem Linsendurchmesser von 162.5 mm und einer Brennweite von 1435 mm. Dies erlaubt eine 150 fache Vergrösserung. Als Vergleich dazu vergrösserte das Fernrohr Gallileis 30 fach.

Coelostat

Coelostat

Die Konstruktion und Montage des Coelostaten VTT 120 erweitert die Ausrüstung der Sternwarte um einen weiteren Bereich. Damit ist es nicht nur möglich den Nachthimmel zu bewundern, sondern auch die Sonne, mit ihren Sonnenflecken, Protuberanzen... zu beobachten. Die Installation des Fernrohres eröffnet den Besuchern verschiedene Möglichkeiten:

Konstrukteur : AOK (Astro Optik Kohler)

Planetarium

Planetarium

Die Sternwarte Ependes ist mit einem Mini-Planetarium ausgerüstet, das vor allem bei schlechtem Wetter wertvolle Dienste leistet und es erlaubt, die Himmelmechanik zu erläutern. In der Kuppel finden etwa 12 erwachsene Personen oder rund 15 Kinder Platz. Erklärungen zu den Stern- und Planetenbewegungen und zu den Positionen der Sternbilder können hier auch für Laien verständlich gemacht und veranschaulicht werden.

Seit März 2006 ist ein neues digitales Planetarium eingebaut: das Digitarium Alpha. Das Gerät besteht einerseits aus einem Computer mit einer angepassten Version der «Open Source» Software Stellarium und andrerseits aus einem Beamer mit einem Fisch-Auge-Objektiv

Digitarium alpha

Das Gerät ermöglicht eine Simulation der Himmelsbewegungen, zusammen mit Sternbildzeichnungen und Projektionen von Bildern und Filmen dank einem DVD-Player.

Spektrograph LHires III

LHires III

Seit Dezember 2010 wird in der Sternwarte Ependes neben Beobachtungen auch noch Spektroskopie durchgeführt. Mit dem Spektrographen Lhires III des Fabrikanten Shelyak ist es möglich, jede Art von Lichtquellen durch Reflektion an einem Beugungsgitter in ihre verschiedenen Farben (Wellenlängen) aufzuteilen (ähnlich wie bei einem Prisma) und damit auch ihre Zusammensetzung zu bestimmen. Man kann das Spektrum von verschiedenen Lampen wie zum Beispiel Quecksilberdampflampe, Neon-Lampe, oder die Fraunhofer Absorptionslinien im Sonnenspektrum visuell durch ein Okular beobachten.

Die Optik von Lhires III ist speziell auf Teleskope mit Öffnungsverhältnis 10 angepasst, also wie das Keller- oder Celestron-14-Teleskop. Da das Licht von Sternen zu schwach ist, kann ihr Spektrum nur mit einer Spiegelreflex oder CCD Kamera aufgenommen werden. Es ist möglich mit Lhires III die Rotationsgeschwindigkeit von Planeten (Jupiter und Saturn) oder die Zusammensetzung von Sternen und Nebeln zu bestimmen. Des weiteren können Doppelsternsysteme analysiert werden und noch vieles mehr. Diese Experimente werden im Rahmen von Praktika für Studierende durchgeführt, in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg.